Aus persönlichen Tagebucheinträgen wurde Musik: Ajla übersetzt innere Zustände in einen Sound, der roh wirkt und zugleich traumhaft bleibt.

Musikalisch bewegt sich Ajla zwischen 90er-geprägtem Alternative-Rock und sanften, beinahe schwebenden Momenten. Einflüsse von Mazzy Star, Fiona Apple oder Radiohead sind spürbar, ohne zur Kopie zu werden. Stattdessen entsteht ein sehr eigener Klangraum, getragen von einer Stimme, die intim und eindringlich zugleich wirkt – als würde jemand ein Geheimnis mitten im Sturm flüstern. Inhaltlich kreisen Ajlas Songs um Trauer, mentale Gesundheit und die fragilen Ränder von Liebe. Besonders der Umgang mit Depressionen, auch als wiederkehrendes Thema innerhalb der Familie, zieht sich als leiser, aber konsequenter Faden durch ihre Texte. Ihre Musik bietet keinen schnellen Trost, sondern einen Ort, an dem Schmerz existieren darf, ohne erklärt oder relativiert zu werden.
Parallel zu ihrer Soloarbeit ist Ajla auch Teil des Progressive-Rock/Jazz-Fusion-Projekts Goodbye Goodnight, mit dem sie bereits auf Wiener Bühnen wie dem Chelsea oder dem B72 stand. Doch solo schlägt sie bewusst leisere Töne an – reduziert, persönlich, nah. Ajla schreibt für all jene, die viel und tief fühlen. Für Menschen, die sich oft fremd in der eigenen Haut fühlen. Ihre Songs sind kein Ausweg, aber ein Raum. Einer, in dem Gefühle bleiben dürfen.
Ihre Debütsingle „Fade Away“ – selbst geschrieben und produziert – ist ein erstes, leises Versprechen dessen, was da noch kommt.
